Das Jahr 1997 war für mich ein ganz besonderes. Ich möchte sagen, es war für mich das Highlight des Jahrzehnts. Die Casino-Turniere in Baden-Baden erwiesen sich als erfolgreich, einmal im Jahr fand die Deutsche Meisterschaft im Texas Hold’em statt. Diese Variante war bis dahin in Deutschland vollkommen unbekannt und musste ebenso wie Omaha erst vom Regierungspräsidium genehmigt werden.
Schon im Januar hatte das Deutsche Spielkartenmuseum in Leinfelden eine Ausstellung eröffnet, die sich mit der Geschichte des Pokerspiels im Allgemeinen und teilweise auch mit mir im Besonderen beschäftigte. Zur Eröffnung erschien der Oberbürgermeister der Region persönlich, auch die Printmedien, Radio- und regionale Fernsehsender waren zur Stelle, und es war wirklich ein bewegender Moment, wenn man bedenkt, wie die ganze Geschcihte angefangen hatte. Die Ausstellung hatte eine Menge Besucher, was die Popularität von Poker zu meiner Freude weiter steigerte. Außerdem trat der Spielkartenhersteller Ass an mich heran und bot mir einen Sponsorenvertrag an. Für DM 30 000,- pro Jahr trug ich von da an das Ass-Logo auf Hemdkragen oder Sakko. Damit war ich in Europa der erste Spieler, der in den Genuss eines Einzelsponsorings kam.

Außerdem gründete ich in diesem Jahr mit der Unterstützung des mit mir befreundeten Geschäftsmannes Ulrich Schell die Firma Jeton Plus GmbH, die das Kartenspiel in Deutschland weiter fördern sollte. 
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