Dann kam der Durchbruch:
Ich wollte an der Deutschen Meisterschaft im Seven Card Stud teilnehmen, musste mich aber durch die Qualifikation kämpfen. Ich entschied mich für das Satellitenturnier in Wiesbaden, weil ich mich dort immer recht wohl gefühlt habe. Meine Intuition behielt Recht, und es gelang mir, mich zu qualifizieren. Im Dezember fuhr ich daher nach Berlin und stürzte mich in das Finale. Ich konnte mich gegen 600 Spieler durchsetzten und gewann den ersten großen Titel in meiner Laufbahn: Deutscher Pokermeister im Seven Card Stud. Übrigens war ich der erste Mann, dem dies gelang, denn die DM fand erst zum dritten Mal statt und in den beiden Vorjahren hatten jeweils Frauen den Titel davongetragen. Die Titelverteidigerin Karla Eisinger wehrte sich nach Kräften, und das Turnier wurde nicht nur ihretwegen zu einer schweißtreibenden Angelegenheit.
Nach diesem Erfolg wurden die Medien auf mich aufmerksam, und binnen weniger Wochen war ich in mehreren Talkshows eingeladen, Spiegel TV brachte eine Reportage über mich und mehr als 80 Zeitungen berichteten ebenfalls. Für mich wr das Ende dieses Jahres auch der Aufbruch in eine zukunft, in der ich nun ganz andere Möglichkeiten hatte.
 
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