Am 1. Januar 1990 begann für mich ein neues Leben. Ich hatte meine feste Arbeitsstelle gekündigt und wurde professioneller Pokerspieler. Meines Wissens war ich damit der Pionier, denn es gab bis dahin niemanden in Deutschland, der Pokern als Beruf angeben konnte und damit seinen Lebensunterhalt tatsächlich zu 100 % bestritt.

In diesem Jahr verbrachte ich 335 Tage, oder sollte ich sagen Nächte, in Casinos, hauptsächlich in Baden-Baden, aber auch in Wiesbaden und ab und zu in Österreich. Tagtäglich verbrachte ich sechs oder mehr Stunden mit Seven Card Stud, der Variante, die noch heute mein Lieblingsspiel ist.

 
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