Meine Lieblingszahl ist die 28, und das kam so: Nach meinem 21. Geburtstag konnte ich endlich offiziell ins Casino gehen. Ich fuhr sofort nach Baden-Baden, legte meinen Ausweis auf den Tisch, löste meine Eintrittskarte und stürmte in die Spielbank. Da damals Poker nicht angeboten wurde, spielte ich Roulette, Black Jack und Punto Banco.

Beim Roulette setzte ich 50 DM auf die 28, die 28 fiel und ich erhielt 1750 DM in Chips. Beseelt vor Glück gab ich den Croupiers ein Trinkgeld und machte ich mich schnurstracks auf den Weg zur Kasse, um die Chips in Bargeld umzutauschen. Noch bevor ich angekommen war, rief mich plötzlich der Saalchef zu sich. Ich drehte mich um und erhielt von ihm zu meiner Verblüffung noch einmal 1750 DM in Chips. Ich hatte in der Aufregung vergessen, meinen gesetzten Chip vom Tisch zu nehmen, und die 28 war noch einmal gefallen.

Schlagartig wurde mir klar, dass das Casino Baden-Baden in meinem Leben noch eine bedeutende Rolle spielen würde.
Dann kam mir die Idee, den Sommerurlaub mit meinen Freunden an der französischen und italienischen Adriaküste zu machen. Diese drei Wochen gehören zu den schönsten Zeiten meines Lebens. Wir besuchten fast jeden Tag die Spielbanken in San Remo, Monaco und Menton und hatten dort jede Menge Spaß. In den folgenden drei Jahren verbrachte ich meinen Sommerurlaub wieder in dieser Region. 
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