Jugendjahre

Nachdem das Pokern für mich schon in den vergangenen Jahren zum Schulalltag gehört hatte, sollte sich im Beruf daran auch nicht viel ändern. Natürlich habe ich schnell neue Bekanntschaften geschlossen, und schon bald war die Mittagspause von 12—13 Uhr fürs Pokern reserviert. Außerdem trat ich in den Schützenverein ein, hauptsächlich deswegen, weil in der Vereinsgaststätte jeden Sonntag nach dem Training gepokert wurde. Damals wechselte so manches 5-Mark-Stück den Besitzer. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, das 5 DM damals durchaus einen gewissen Wert hatten.

Ab dem folgenden durfte ich mich von Rechts wegen länger in den Gaststätten aufhalten. Ich spielte auch ab und zu an den Spielautomaten, kam aber bald wieder davon ab, weil ich begriff, dass es einfach nicht möglich ist, dort auf Dauer zu gewinnen.

Nachdem ich diese Lektion gelernt hatte, kam ich wieder zum Pokern zurück. Es bildete sich eine internationale Gruppe von Spielern: Außer mir spielten ein Italiener, ein Grieche und ein Türke mit. In dieser Runde wurde schnell um sehr viel höhere Einsätze gespielt als zuvor. Bald gingen auch 50-DM-Scheine über den Tisch. Damit wurde aus dem Spaß natürlich auch eine viel ernsthaftere Sache. Die Zeit der Geschenke war vorbei.
 
Zurück Übersicht Weiter