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Folgende Kartenkombinationen waren entscheident: drei gleiche Karten, ein Paar und drei Karten gleicher Farbe. Später kamen jokerähnliche Karten hinzu. Um 1700 wurde der Bluff-Charakter eingeführt und es entstanden in England das Spiel "Brag" und im deutschsprachigem Raum das Spiel "Pochen". Pochem widerum stammt dem Namen und den Regeln nach vom altdeutschen "Bock -spiel" ab, dessen Name seinerseits von der Bockkarte abgeleitet wurde. Jeder Spieler erhält fünf Karten und gewann bei vierfachen "Gleich" oder vier Assen (einst Sauen) oder lückenlosen Zahlenreihen. Beide benötigen scharfe Konkurrenzbeobachtung, Kombinationsgabe, Menschenkenntnis, Täuschungsfähigkeit und Selbstkontrolle.

Spieleforscher führen Poker auch auf das alte deutsche "Pochspiel" zurück, bei welchem das Bluffen dazugehörte. Damit kündigte man an, ob man paßt oder spielt "ich poche". Aus dem Pochspiel entwickelte sich im frühen 18. Jahrhundert die französische Variante "poque", wovon das Wort Poker auch abgeleitet sein könnte. Unwahrscheinlichere Varianten nehmen das französische Wort "poche" fürTasche als Ursprung oder gar das hinduistische Wort "pukka" für den Ursprung des Pokers. Das Bock- bzw. Pochspiel - in Frankreich Poque - soll um die Wende zum 19. Jahrhundert von europäischen Auswanderen in die neue Welt gebracht und dort zum heutigen Poker entwickelt worden sein. Denn um 1800 wurde Poque bereits viel im damals französischen Teil Nordamerikas in der Gegend um New Orleans (Ohio, Indiana, Illinois) gespielt. Englischsprachige Nachfahren ehemals europäischer Auswanderer machten daraus dann Poker, ein Spiel das um 1830 zum erstenmal erwähnt wurde.

 


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